Die Ereignisse – Ein Theaterstück des Residenztheaters München zusammen mit dem Münchner Brahms-Chor

Mit einem ganz ungewöhnlichen Projekt wollen wir ins neue Jahr starten. Das Theater-Ensemble des Residenztheaters bringt ein Stück auf die Bühne, in dem der Chor als Ort der Gemeinschaft, der Toleranz, Offenheit und Solidarität eine spezielle Rolle spielt. Das Stück heißt „Die Ereignisse“, für das Sie bereits heute Karten kaufen können. Wir freuen uns auf diese ungewöhnliche Herausforderung.

Für dieses besondere Projekt, das auch für uns bis zur Aufführung am 10. Februar 2023 neu und überraschend bleibt, proben wir ein paar spezielle Lieder. 

Karten erhalten Sie schon heute über den zentralen Kartenverkauf der Bayerischen Staatstheater: Karten

Evelyne Gugolz, Bud Spenzer Heart Chor © Adrienne Meister

Evelyne Gugolz, Bud Spenzer Heart Chor © Adrienne Meister

Evelyne Gugolz, Valentino Dalle Mura, Bud Spenzer Heart Chor © Adrienne Meister

Evelyne Gugolz, Valentino Dalle Mura, Bud Spenzer Heart Chor © Adrienne Meister

DIE EREIGNISSE
von David Greig
aus dem Englischen von Brigitte Auer mit Kompositionen von John Browne
Premiere 19. November 2022
Marstall
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Claire Fletcher, Seelsorgerin in einer Kleinstadt, wird Zeugin und Opfer einer unbegreiflichen Tat. Ein junger Mann hat während einer Probe des von ihr geleiteten Gemeindechors in einem Amoklauf mehrere Chormitglieder getötet. Es war die gezielte Absicht des Täters, Menschen einer Gruppe anzugreifen, die gegründet wurde, um sozial Benachteiligten, Asylbewerber*innen und Immigrant*innen einen Ort der Gemeinschaft zu bieten. Seitdem ist nichts mehr, wie es war, und eine Rückkehr zur Normalität scheint unmöglich. Toleranz, Offenheit und Solidarität, die Grundfesten von Claires Gemeindearbeit, sind angesichts dieses radikalen Gewaltaktes zutiefst erschüttert. Ihre Versuche, die Frage nach dem «Warum» zu ergründen, prägen ihr Privatleben sowie ihre Arbeit mit dem Chor, immer mehr. Mit allen Mitteln sucht sie einen Weg zu verstehen, um so die Kraft und Hoffnung aufzubringen, die Gesellschaft weiterhin mit ihrem Einsatz zu verbinden, anstatt sie zu spalten.

In jeder Vorstellung treten die Figuren mit einem anderen, Münchner Chor auf. So trifft das Theater jedes Mal auf einen unterschiedlichen Teil gesellschaftlicher Realität. Durch diese Gegenüberstellung wird eine Situation geschaffen, die eine gemeinsame Aufarbeitung in einer jeweils neuen, ganz konkreten Gemeinschaft ermöglicht. Schauspieler*innen, Chor und Publikum stellen sich zusammen und im Augenblick der Aufführung den Fragen, die Greig in seinem Stück aufwirft.


Im Anschluss an jede Vorstellung findet ein Publikumsgespräch zusammen mit allen Beteiligten statt.


In jeder Vorstellung singt ein anderer Münchner Laienchor: Der Münchner Brahms-Chor ist am 10. Februar 2023 mit dabei.