
Foto: privat
Sophie Gordeladze
Die georgische Sopranistin Sophie Gordeladze hat sich in den letzten Jahren ein sehr breites Repertoire von der Titelpartie in Händels „Alcina“, über Mozart (Elettra in „Idomeneo“, Contessa in „Le nozze di Figaro“ ) und Rossini (Mathilde in „Guillaume Tell“) bis hin zu Verdi-Partien wie der Titelrolle in „Giovanna d’Arco“ oder Lucrezia Contarini in „I due foscari“ (beides in einer Live-Aufnahme der Opernfestspiele Heidenheim unter Marcus Bosch verfügbar) erobert. Die Live- Aufnahme von „Giovanna d’Arco“ in Heidenheim hat Opus Klassik Preis als die beste Opernabspielung des Jahres im 2025 gewonnen.
Andere Engagements führten Sophie nach Mexico mit Konzert Tournee mit Richard Strauss’s “Vier letzte Lieder” und Gustav Mahler´s „Rückert Lieder“, eine Barockproduktion von Mariana Martines´s „Isacco“ am Theater an der Wien und als Violetta Valery in Verdi´s „La traviata“ an der Mainfranken Theater Würzburg.
Immer wieder widmete sich Sophie Gordeladze auch Opernraritäten, wie z.B. Othmar Schöcks „Schloss Dürande“ in Bern (auf CD bei Claves erschienen) und am Staatstheater Meiningen, Emma in Schuberts „Fierrabras“ am Konzert Theater Bern und Hermione in Goldmarks „Ein Wintermärchen“ beim Wexford Opera Festival 2021. Die CD-Aufnahme von Verdi´s „Giovanna d´Arco“ an der Opernfestspiele Heidenheim gewann Opus Klassik 2025 in der Kategorie Opernabspielung des Jahres. Im 2026 singt Sophie wieder am Wexford Festival Opera mit der Partie der Polina in Prokofjev´s „Der Spieler“.
Gastengagements führten sie in den letzten Jahren u.a. ans Teatro São Carlos in Lissabon (Elettra in „Idomeneo“, Rossini „Stabat Mater“), mit Verdi Requiem nach München, mit dem „Deutschen Requiem“ von Brahms nach Parma, als Rosalinde in „Die Fledermaus“ nach Lyon, als Liusia in Shostakovichs „Moscow, Cheriomushki“ an das Chicago Opera Theatre, oder als Violetta Valéry in „La Traviata“ nach León in Mexico.
2016/17 war sie Ensemblemitglied bei den Bühnen Bern und sang dort u.a. Contessa („Le nozze di Figaro“) und Marguerite („Faust“).
Sie war regelmäßiger Gast bei den Tiroler Festspielen in Erl, u.a. als Susanna in Mozarts „Le nozze di Figaro“, Pamina („Die Zauberflöte“), Gilda („Rigoletto“) und Abigaille („Nabucco“).
Ihr Operndebüt gab die Sopranistin in Tiflis als Norina („Don Pasquale“). Immer wieder kehrt sie für Rollen wie Polissena in Händels „Radamisto“, Ismene („Mitridate, re di Ponto“), Gilda („Rigoletto“) oder Violeta Valéry („La Traviata”) dorthin zurück.
Zu den Dirigenten und Regisseuren, mit denen Sophie Gordeladze gearbeitet hat zählen Marcus Bosch, Mark Rohde, Diego Crovetti, Enrico Stinchelli, Rosetta Cucchi, Olivier Tambosi, Sascha Goetzel, Florian Krumpöck, Roman Hovenbitzer, Rolando Panerai, Eva-Maria Hoeckmayr, Philipp Westerbarkei, Ulrich Proschka, Mario Venzago, Johannes Wildner, Alberto Zedda und andere.
Sophie Gordeladze machte sich auch als Konzertsängerin einen Namen, u.a. Beethovens 9. Sinfonie im Großen Festspielhaus in Salzburg und zuletzt in Guadalajara (Mexico), Mahlers Rückert-Liedern in Acapulco (Mexico), Johannes-Passion in Lübeck, Verdi Requiem in München, Rossini Petite Messe Solennelle in Heidenheim.
In Tiflis geboren, studierte Sophie Gordeladze am V. Sarajishvili Staatskonservatorium ihrer Heimatstadt Klavier und Gesang. Bereits mit 18 Jahren hatte sie mehrere nationale Wettbewerbe gewonnen und konnte bald auch rund 10 internationale Wettbewerbe für sich entscheiden, u.a. den Bellini-, Buil-Buil-, Aragall-, Magda Olivero-, F.Labo-, Giacomotti- und Tagliavini-Gesangswettbewerb. Sophie is Doctor of Music (Dr.) seit 2023.
Nach Meisterkursen bei Mirella Freni und Elisabeth Schwarzkopf setzte Sophie Gordeladze ihr Studium 2007-2009 bei Mirella Freni in CUBEC (Vignola, Italien) fort. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Grace Bumbry, Francisco Araiza, Lella Cuberli, Maria Luisa Cioni, Mariella Devia und Bianca Maria Casoni.


